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Geschichte
Vor rund 6000 Jahren hatte die Auswahlzucht durch den
Menschen viele unterschiedliche Hundetypen hervorgebracht, die über
verbesserte Fertigkeiten für spezielle Aufgaben (Bewachen, Lastentragen und
Jagd) verfügten. In neuerer Zeit, erst in den letzten 100 Jahren, erlaubte
es der steigende Wohlstand den Menschen, die Jagd nur zum Vergnügen zu
betreiben, und so entstanden die modernen Jagdhunde. Der Labrador-Retriever
ist ein hervorragendes Beispiel für diese hochentwickelte Spielart des
Hundewesens, denn er verhält sich eigentlich "unnatürlich": Er spürt
erlegtes Wild auf, doch statt es instinktiv zu verspeisen, bringt er es
behutsam seinem wartenden Herrn.

Inzwischen wird der Labrador schon
längst nicht mehr nur als Apportierhund auf der Niederwild – Jagd
eingesetzt. Heutzutage findet man ihn wegen seiner vielfältigen guten
Eigenschaften im Einsatz als vielseitiger Jagdhund, Blindenhund,
Rauschgifthund, Rettungshund, oder Sportkamerad bei Dummyarbeit, Agility und
Flyball. Darüber hinaus ist er ein geduldiger, nervenstarker, angenehmer und
wirklich kinderlieber Familienhund, dem das enge Zusammenleben mit seinen
Menschen über alles geht und der zu einem ausgewogenen Klima im
Zusammenleben der Menschen erheblich beitragen kann.
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